Die bisherigen Rauhnächte sind überhaupt nicht das geworden, was ich mir erhofft oder auch klein wenig
geplant hatte, sondern ich bin in eine Art von Energiestrom hineingeraten, der allem eine ganz eigene und eher 'negative' Dynamik gegeben hat. Aber das hat nicht nur mich, sondern die ganze
Familie betroffen sowie all die Ereignisse um uns herum, ausserdem wir auch noch krank geworden sind. Alles nicht so schlimm, keine grosse Dramatik, aber es hatte insgesamt eine Qualität von
Kraft, die ich nicht unbedingt von sich aus als aufbauend und bestärkend empfand. Das hat mir aber auch wieder einmal gezeigt, dass wir Menschen oder ich als Person zwar planen können, das heisst
aber nicht, dass dies mit dem inneren und äusseren 'Grösseren' oder 'Stärkeren' im Einklang ist. Dann gilt es genauer hinzuschauen was da wirklich ist, ganz gleich ob es das eigene Leben betrifft
oder einen physikalisch-medialen Zirkel. Denn dem 'Übergeordneten' kann man weder entkommen noch dessen Wirken umgehen, es scheint viel mehr dafür da zu sein, dass wir mit dem 'Ursprünglichen'
wachsen.
In den letzten Jahren konnte ich immer wieder beobachten, ganz gleich ob im Zirkel, in Séancen oder
Seminaren, dass die Leute diese besuchen um etwas Abwechslung, Aufregung oder gar Ablenkung vom Normal-Alltag zu haben. Diese Motivation oder dieses Bedürfnis möchte ich auch gar nicht in Frage
stellen, das Problem sehe ich nur dort, dass dafür die physikalische Medialität eigentlich nicht geeignet ist, wenn man dieser wirklich authentisch nachgehen möchte. Dies funktioniert allenfalls
bedingt, wenn man nur das 'Aussen-herum' konsumieren und dort verbleiben, aber nicht, wenn man es von 'innen-heraus' angehen und mit dem natürlich Grösseren mitgehen will. Wenn wir die
physikalische Medialität jedoch als 'spirituellen Pfad' begehen, und darauf auch das Wirken der Spirit-Kräfte ernst nehmen wollen, dann bleibt irgendwann gar nichts anderes, als sich auf das
'Übergeordnete' innerhalb dieser einzulassen. Aber dies gilt für jeden spirituellen Pfad und wir uns zu einer bestimmten Zeit entscheiden müssen, ob wir der Abwechslung oder der Authentizität den
Vorrang geben.
Ich bin mir bewusst, dass ich da echt etwas eine Spassbremse bin! Wohl auch einer jener Gründe, warum meine Texte sich nicht immer Beliebtheit erfreuen, aber ich drücke hier genau das aus, was mich die 'Spirit-Kräfte' lehren und mir manchmal mühsam zu vermitteln versuchen. Die Theorie dabei würde ja noch gehen, das Ganze also nur aus dem Kopf und Geist heraus zu erzählen oder zu vermitteln. Aber dieses Wissen auch praktisch zu leben, aus der Wurzel und der Seele heraus, das ist wirklich anspruchsvoll und geht ans Eingemachte - zumindest bei mir. Dies konnte ich einmal mehr während dieser Rauhnächte erleben, dabei immer wieder an meine persönlichen Grenzen zu kommen, zu spüren, dass all dies weit über die Möglichkeiten meines Ich wie Ego geht, und ich ohne Beistand des 'Grösseren' das nicht meistern kann. Dies sind harte und/oder schmerzliche Situationen auf dem Weg hinunter in die Unterwelt, es gibt jedoch kein Durchkommen bei den Torhütern, wenn man das Knie nicht beugen kann, mag man sich dabei noch so beschämt, erniedrigt und gedemütigt fühlen.
Es ist mir schon klar, in Verbindung mit spiritueller Entwicklung und/oder physikalischer Medialität, möchte
kaum jemand solche Worte hören und schon gar nicht in schwierige Situationen hineingeraten, das gilt ebenfalls für mich. Das Ganze bekommt auf diese Weise auch eine gewisse 'negative' Einfärbung,
jedoch bleibt die Tatsache bestehen, dass in einer 'natürlichen Entfaltung' und im Einklang mit dem 'Grösseren', niemand an seinen Schattenaspekten vorbeikommt. Selten wie nie habe ich während
dieser Rauhnachtszeit erleben können, wie eigene Ego-Vorstellungen sich auflösen werden, wenn kein Gleichklang besteht. So wollte ich z.B. den Ausgang dieser Zeit-zwischen-den-Jahren, noch
freudig mit einem Seminar im Bereich der 'Geistigen Heilung' abrunden, bzw. betrachtete es auch als (Neu-)Eröffnung für das Kommende. Dabei schien sich zuerst alles auf besondere Weise zu fügen,
sogar, dass es viel mit meiner Herkunft sowie Wurzel zu tun hatte. Jedoch in der Realität selbst, ist dann einiges anders geworden und zeigte sein 'übergeordnetes' Gesicht.
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